Zulassung verspäteter Klagen

Eine dreiwöchige Frist für die Klage zum Arbeitsgericht gilt sowohl für die Kündigungsschutzklage (siehe: Kündigungs­schutzklage) als auch für die Entfristungsklage (siehe: Entfris­tungsklage). Wird die Frist versäumt, gilt die Kündigung bzw. die Befristung als wirksam.

Ausnahmsweise kann aber auch nach Fristablauf eine nachträgliche Zulassung der Klage gemäß § 5 KSchG, bzw. gemäß § 17 TzBfG iVm. § 5 KSchG beantragt werden. Dies erfolgt aber nur, wenn der Arbeitnehmer trotz Anwendung der ihm zuzumutenden Sorgfalt an der Erhebung der Klage gehindert war. Die fehlende Kenntnis des Arbeitnehmers von der Klagefrist rechtfertigt grundsätzlich keine nachträgliche Klagezulassung. Hat der Arbeitnehmer Kenntnis davon erlangt, dass eine Klagefrist versäumt wurde, muss die nachträgliche Zulassung der Klage unverzüglich beantragt werden.


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